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Arthur D. Little Studie: Glasfasernetzausbau erlebt weltweit Investitionsboom

  • Der weltweite Glasfasernetzausbau hat in den letzten vier Jahren massiv zugenommen. Die Anzahl der Haushalte, die über einen FTTH-Anschluss verfügen, hat seit 2012 um 20 Prozent zugenommen. 
  • Österreich und Deutschland hängen im internationalen Vergleich mit Abdeckungen von 8 bzw. 6 Prozent deutlich zurück.
  • Weltweit haben diverse Staaten Rollout-Programme verwirklicht, sodass inzwischen sieben Staaten eine Abdeckung von mindestens 95 Prozent der Haushalte erreichen konnten.

Frankfurt, Januar, 2017 – Der Ausbau des Glasfasernetzes ist ein wichtiger Meilenstein für die Schaffung einer digitalen Infrastruktur der Zukunft. In den vergangenen vier Jahren haben die Investitionen einen neuen Höchststand erreicht. In immer mehr Ländern ist die Glasfaserinfrastruktur fast flächendeckend abgeschlossen. Im Rahmen der aktuellen Studie „Race to Gigabit Fiber“ haben die Experten der Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little den aktuellen Stand von Glasfasernetzen weltweit untersucht. Während immer mehr Staaten unterschiedlicher Größe und Wirtschaftskraft über ein breit ausgebautes FTTH Netz verfügen, sind die Fortschritte in Deutschland und Österreich noch gering. Die Arthur D. Little Telekommunikationsexperten zeigen auf, welches strategische Vorgehen sich bei erfolgreichen Rollout Projekten bewährt hat.

In den letzten vier Jahren hat die Entwicklung vieler nationaler Glasfasernetze erhebliche Fortschritte gemacht. Die Experten der Strategie- und Innovationsberatung Arthur D. Little haben vier Regionen ausgemacht, in denen besonders starke Investitionen in die Technologie erfolgt sind. Diese sind der Mittlere Osten, Südostasien, die iberische Halbinsel sowie das Baltikum. In Lettland und Litauen sind inzwischen 100 Prozent der Haushalte an das schnelle FTTH Netz angeschlossen. Auch in Katar, Singapur, Japan, Portugal, Südkorea, Hongkong und Spanien verfügen deutlich mehr 80 Prozent der Haushalte über einen Anschluss. In den Vereinigten Staaten ist die Verbreitung mit nur 24 Prozent weitaus geringer. In Deutschland sind es 6 Prozent und in Österreich 8 Prozent. Großbritannien liegt mit nur 3 Prozent noch weiter zurück. 

Die Zeit, die erforderlich war, eine landesweite Abdeckung (mindestens 80 Prozent der Haushalte mit Anschluss) zu erreichen, unterscheidet sich je nach Land drastisch. Im kleinen Katar waren lediglich drei Jahre nötig, während es in Japan acht und in Schweden zehn Jahre dauerte. Das flächenmäßig große und bevölkerungsreiche Spanien benötigte fünf Jahre für eine breite Abdeckung. Das Beispiel Spanien zeigt, wie sich in einer europäischen Marktwirtschaft ein erfolgreicher Rollout bewerkstelligen lässt. Marktführer Telefonica hatte ein eigenes Programm für den Glasfasernetzausbau vorgelegt und wurde in ländlichen Regionen durch staatliche Subventionen gelockt. Vodafone und Orange haben daraufhin eigene Programme gestartet, dieser Wettbewerb führte zu einer beschleunigten Entwicklung und hat außerdem zur Folge, dass mehr als ein Drittel auf verschiedene Anbieter zurückgreifen können. Als ebenfalls erfolgreich zeigt sich die Co-Finanzierung durch lokale Versorger, die etwa in Schweden oder der Schweiz am Aufbau der Netze beteiligt waren. 

Die Experten von Arthur D. Little stellen heraus, dass ein stabiles staatliches Umfeld, in dem die Regularien der Unterstützung klar abgegrenzt ist, ein entscheidender Faktor für den Erfolg der Entwicklungsprogramme darstellt. „Von staatlicher Seite muss früh und verlässlich festgelegt werden, in welchen Regionen staatliche Unterstützungen für den Ausbau fließen werden“, betont Karim Taga, Partner bei Arthur D. Little. Für die Planungssicherheit der Unternehmen müssen die Rahmenbedingungen für Zahlungen im Vorfeld genau festgeschrieben werden. 


Die Erfahrungswerte zeigen auch, dass sich nach dem erfolgreichen Rollout auch eine verstärkte Nachfrage nach der neuen Übertragungstechnologie beobachten lässt. In monopolistischen Märkten setzen Telekommunikationsunternehmen etwa darauf, Produkte in den Markt zu bringen, die auf der leistungsfähigen Glasfasertechnologie beruhen, um so auch die Nachfrage nach den neuen Anschlüssen anzukurbeln. In Märkten mit verschiedenen Anbietern führt der preisliche Wettbewerb zu einer größeren Attraktivität der Glasfasernutzung. Dennoch ist die Nutzung in den führenden Glasfasernationen noch sehr unterschiedlich. Während etwa Katar oder Singapur ein Großteil der Kunden die neue Technologie verwendet, steht der große Nachfrageanstieg in Spanien oder Schweden gerade erst am Anfang

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Über Arthur D. Little

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